Geschafft…

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Wieder liegen 8 Tage extremer körperlicher Anstrengung hinter mir. Es ist schon erstaunlich, zu welcher Leistung der Körper fähig ist. Obwohl die Beine morgens immer recht unbeweglich sind und auch das frühe Aufstehen von Tag zu Tag schwerer fällt, steht man erst mal am Start dann geht es auch wieder.

Von den 283 Teams, die am ersten Tag gestartet sind, sind bereits 7 bei der ersten Etappe ausgefallen. In Sexten angekommen sind nur noch 190 Teams und 67 Teilnehmer als Individual Finisher. Insgesamt haben es also nur 447 von 566 Teilnehmer als Finisher geschafft. Also knapp 120 Teilnehmer sind ausgeschieden. Ich denke, das zeigt recht eindrucksvoll die Härte des Rennens.

Jeder, der es geschafft hat, kann also mit Recht stolz auf sich sein. Und das hat man auch allen Finishern angesehen. Bei der Abschlussparty gehörten die Finisher-T-Shirts und zufriedene, glückliche Gesichter immer zusammen. Leider gibt es aber viele geplatzte Träume und auch Verletzungen.

Es war wieder eine tolle Veranstaltung und es hat mir, trotz der Anstrengungen, wieder riesigen Spaß gemacht. Selbst das schlechte Wetter der ersten Tage ist mit der grandiosen Schlussetappe schon fast vergessen.

Meine körperliche Verfassung

Wie schon beim letzten Mal habe ich wieder eine Blase entlang des Zehennagels am großen Zeh. Das muss wohl ein anatomisches Problem bei mir sein 😉

Die Muskulatur ist müde, teilweise hatte ich Muskelkater in den Oberschenkeln, der Schultermuskulatur und auch in der Rumpfmuskulatur. Also eigentlich überall am Körper. Es war aber nie so schlimm, dass es beim Laufen hinderte.

Neben ein paar Schrammen tut mir noch eine Rippe weh. Auf der 4. Etappe hatte mir ein Baum, beim Ausweichen eines Schlammloches, einen Hieb in die Rippen versetzt. Muss wohl einer der „gemeinen Boxbäume“ gewesen sein 😉

Einen besonderen Gruß

Mein Gruß geht auch an meine beiden Team-Partner. Steven, der sich unheimlich auf das Event gefreut hat, und umso mehr geknickt war, als er schon vorweg, verletzungsbedingt aussteigen musste. Ich hoffe, du wirst dir diesen Traum noch einmal erfüllen können.

Und auch an Herwig, der sich bei der ersten Etappe an einem schlammigen Abhang verletzt hat und aussteigen musste.

Ich wünsche beiden, dass sie ihre Verletzung bald auskuriert haben und ich hoffe, wir bleiben in Kontakt.

Liebe Grüße auch an das Team Harzrun (Florian und Andreas), es hat viel Spaß mit euch gemacht.

Mein besonderer Dank

Mein besonderer Dank geht an meine Frau, die mich wieder treu über alle Etappen begleitet hat. Die, trotz Urlaub, das frühe Aufstehen (oft schon um 5:30 Uhr) ertragen hat. Die an vielen Verpflegungspunkten gewartet hat, nur um mich anzufeuern und kurz vorbeilaufen zu sehen. Die oft Stunden im Ziel auf meinen Zieleinlauf gewartet hat und auch meinen oft unangenehmen Geruch ertragen musste.

Ich danke aber auch allen, die mir nette Emails und Kommentare auf meinem Blog hinterlassen haben. Es ist einfach toll zu spüren, dass so viele dabei waren und mit mir um meinen persönlichen Sieg, das pure Ankommen, gefiebert haben.

Ich danke aber auch allen „anonymen Klickern“, die Interesse an meinem Blog gezeigt haben. Auch die reine Klickstatistik feuert an 🙂

Vielen Dank 🙂

Meine Ergebnisse im Einzelnen

Etappe 1 Ruhpolding – St. Johann 47,7km 08:10:52
Etappe 2 St. Johann – Neukirchen 49,2km 07:14:55
Etappe 3 Neukirchen Rundkurs 28.0km 04:15:38
Etappe 4 Prettau – Sand in Taufers 31,5km 06:22:06
Etappe 5 Bergsprint Speikboden 6,7km 01:24:11
Etappe 6 Sand in Taufers – St.Vigil 38,5km 05:58:11
Etappe 7 St. Vigil – Niederdorf 41,8km 07:16:46
Etappe 8 Niederdorf – Sexten 33,4km 05:06:55
Gesamt 277,8km 45:49:34

 

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Etappe 8: Niederdorf – Sexten

33,40 km, 1269 Hm im Aufstieg, 1104 Hm im Abstieg
Die heutige Schlussetappe führte von Niederdorf (1145m) im Pustertal in Richtung Sexten.
Mit nicht einmal 34 Kilometern ist sie nahezu kurz ;-). Trotzdem, die letzten Tage stecken mir einfach in den Knochen und das Aufstehen fällt immer schwerer.
Anfangs noch etwas bedeckt, verspricht der Tag sonnig zu werden. Vom Start an wurde das Wetter immer besser und das Lauffieber ist bei mir wieder ausgebrochen. Die ersten 15 Kilometer führten mit gemächlichem, gut laufbarem Anstieg am Toblacher See vorbei, bevor der eigentliche Aufstieg, hinauf zur Dreizinnenhütte (2406m), begann. Obwohl dieser Anstieg wesentlich harmloser war als an den Vortagen, musste ich wieder recht viel wandern. Das schöne Wetter erlaubte aber einen herrlichen Blick über die Dolomiten und die Drei Zinnen.
Ab Kilometer 22,5 war dann der höchste Punkt, die Dreizinnenhütte, erreicht und es begann ein etwa 5km langer steiler Abstieg hinunter zur Talschlußhütte Fischleintal (1548m). Nach der letzten Verpflegung ging es dann mit gemächlichem Gefälle, über weitere 6km, dem Ziel in Sexten entgegen.33,40 km, 1269 Hm im Anstieg, 1104 Hm im Abstieg

Nach 5:06:55 Stunden habe  ich die heutige Etappe gesund und glücklich beenden können und habe damit meinen 2. Transalpine Run erfolgreich beendet 🙂

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Etappe 7: St. Vigil – Niederdorf

41,80 km, 1950 Hm im Aufstieg, 2000 Hm im Abstieg
Die heutige Etappe war wieder ein Highlight. Auch wenn das Wetter, es war weitgehend trocken, noch etwas sonniger hätte sein können. Von St. Vigil (1195m) ging es mit mäßigem Anstieg über eine Strecke von 11km zum ersten Verpflegungspunkt (1541m). Diese Strecke lies sich noch recht gut laufen. Für heute wurde angekündigt, dass jeder Einzelläufer, der erst nach dem letzten Team an dem Verpflegungspunkt ankommt aus dem Rennen genommen würde. Begründet wurde das mit der gefährlichen, hochalpinen Strecke. Es sollte keiner alleine auf der Strecke unterwegs sein.
Vom 1. Verpflegungspunkt ging es dann zunächst einen sehr steilen Forstweg hinauf zur Sennehütte (2141m) und dann auf einen Trail zum Forcolla Sora Forno (2283m, Kilometer 21). Weiter ging der Weg über eine, mit Stahlseilen, gesicherte Strecke sowie einem Trail und Geröllfeld hinunter zum Pragser Wildsee (1498m). Ein besonderes Highlight des heutigen Tages. Dort gab es dann auch die 2. Verpflegungsstelle.
Nach einer etwa 3/4-Umrundung des Sees ging es wieder einen sehr steilen Trail zum Weißlahnsattel (2194m) und wieder hinab über ein riesigen Geröllfeld und einige Berg-Trails in Richtung Niederdorf. Die letzten 7 km vor dem Zieleinlauf gingen dann über relativ ebene Radwege, wobei hier das Laufen bereits sehr schwer viel. Die beiden Anstiege waren für mich wieder eine besondere Herausforderung.

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Etappe 6: Sand in Taufers – St. Vigil

38,50km,  2289Hm im Aufstieg, 1966Hm im Abstieg
Dieser Tag hatte es in sich. Auf der einen Seite gab es viele, weniger spektakuläre, ebene Abschnitte auf Asphalt, auf der anderen Seite aber auch zwei extrem knackige Anstiege. Bereits ab Kilometer 4 gab es den ersten Anstieg mit 500Hm über 2km nach Unter Engelsbach (1404m). Dem ähnlich steilen Abstieg folgte dann, zwischen Kilometer 11 und 23 eine eher wellige Strecke über den Ort Brunneck bis nach Reischach (956m) zum 2. Verpflegungspunkt.

Bis Reischach (Kilometer 23) war ich ziemlich genau 3 Stunden unterwegs. Nun begann der Aufstieg auf den Kronplatz. Auf einer Strecke von nur 7 km waren knapp 1400 Höhenmeter zu bewältigen. Der Aufstieg kostete mich 2 Stunden und jede Menge Kraft. Hier war tatsächlich mal der Punkt gekommen, an dem ich darüber nachgedacht habe, warum ich mir das eigentlich antue.
Endlich auf dem Kronplatz (2269m) angekommen, begann der „erholsame“ Abstieg nach St. Vigil (1195m), welches ich nach knapp 6 Stunden erreichte.

Glücklich darüber, dass ich die ersten 6 Etappen gut überstanden habe, freue ich mich schon auf morgen. Morgen soll es auf die schönste der 8 Etappen gehen.

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Etappe 5: Bergsprint zum Speikboden

6,44 km, 1074 Hm im Aufstieg
Heute ist ein Ruhetag ;-).
Den Bergsprint gibt es zum ersten Mal auf dieser Route. Von Sand in Taufers aus geht es nach einem kurzen, ebenen Stück in einen sehr steilen Berg-Trail über. Gestartet wurde jeweils einzeln in umgekehrter Reihenfolge der aktuellen Platzierungen. Lauftechnisch war es heute recht anspruchsvoll, auch wenn man hier bei den meisten Läufern nicht mehr vom Laufen reden kann. Auch ich bin fast den gesamten Trail mit Stöcken (extrem) gewandert.
Der Trail führte über den Daimer Weg hinauf zur 1960 Meter hoch gelegenen Michlreiser Alm am Speikboden. Erst kurz vor dem Ziel wurde die Strecke wieder ebener und erlaubte einen ehrenvollen Zieleinlauf. Nach 1:24 Stunden habe ich dann das Ziel erreicht.
Oben auf der Alm gab es dann zur Mittagszeit die Pasta-Party mit einer leckeren Lasagne. Anschließend ging es mit der Seilbahn wieder hinab ins Tal und wir haben uns noch ein wenig im Hotel-Whirlpool auf der Dachterrasse erholt 🙂

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Etappe 4: Prettau – Sand in Taufers

31,50 km, 1796 Hm Anstieg, 2383 Hm Abstieg
Langsam merkt man die Tage in  den Knochen! Heute morgen fiel mir das Aufstehen um 5:30 Uhr recht schwer. Erst der Kaffee machte mich langsam wach. Um 8 Uhr begann die 4. Etappe in Prettau. Vom Start weg ging es sofort zum ersten Anstieg in Richtung Bretterscharte (2513 m). Der Weg führte über die Alprechalm (1959 m). Dort konnten wir uns zunächst in das Gästebuch des Hüttenwirts eintragen. Ab 2100m wurde es langsam weiß. Bis zur Bretterscharte kamen wir dann in den Nebel und der Wind wurde sehr kräftig. Hier wurde die Strecke langsam gefährlicher. Der Weg war zum Teil vereist bzw. von festgetretenem Schnee überzogen. Hier musste man sehr vorsichtig gehen. Insbesondere bergab ist das eine Herausforderung.
Von der Bretterscharte ging es einen wunderbaren Downhill-Trail hinab zur Durralm und zum 2. Verpflegungspunkt in Rein (1608 m).
Der weitere Anstieg zur Mayerhoferalm (2209 m) kostete mich einiges an Kraft. Umso schöner war dann der, von vielen gefürchtete, Abstieg (geht sehr in die Knie) in Richtung Sand. Beim Abstieg konnte ich dann wieder einiges gut machen 😉
Die besonderen Highlights dieses Tages waren neben dem sonnigen Wetter der Weg über die Bretterscharte mit dem anschließenden Downhill Trail sowie der Weg Richtung Sand, vorbei an einem imposanten Wasserfall.

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Etappe 3: Neukirchen – Prettau

43,30 km, 1997 Hm Aufstieg, 1420 Hm Abstieg
Ja, das hätte es sein sollen. Nachdem der Start zunächst auf 9 Uhr und dann nochmal auf 10 Uhr verschoben wurde, hat der Veranstalter die Route, wetterbedingt, abgesagt. Als Alternative gab es einen Rundkurs um Neukirchen mit 28 km und 1300 Hm in An- und Abstieg. Schade, dass wir die Etappe nicht laufen konnten, aber, um ehrlich zu sein, bin ich unter den gegebenen Bedingungen auch ganz froh darüber. An der Birnlücke (2665m) waren immerhin -2°C, 100 km/h Windgeschwindigkeit und 20 cm Neuschnee.
Die Alternativroute war aber auch recht schön. Leider natürlich wieder mit viel Regen und noch mehr Matsch.
Inzwischen habe ich auch wieder eine Blase am großen Zeh, leichten Muskelkater in den Oberschenkeln und im Schulterbereich vom vielen stöckeln (gehen mit Stöcken). Außerdem brennen mir nach jeder Etappe meine, durch Feuchtigket aufgequollenen, Fußsohlen.
Da wir nun die Etappe nicht gelaufen sind, mussten wir sie anschließend noch mit dem Auto 170 km fahren. Entsprechend spät sind wir dann auch erst in Sand in Taufers angekommen. Je weiter wir aber gen Süden kamen, desto besser wurde das Wetter 🙂

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Etappe 2: St. Johann – Neukirchen

49,2 km, 1819 Hm Aufstieg, 1601 Hm Abstieg
Dieses Mal läuft irgendwie alles anders als geplant. Mein Team-Partner ist heute erst gar nicht angetreten. Er ist gestern bei dem schlammigen Abstieg gestürzt und hat sich sein Knie verdreht. Zwar sind wir gestern noch ins zusammen in Ziel gelaufen, aber heute war ein weiterlaufen nicht mehr möglich. Ich bin jetzt also wieder als Einzelkämpfer unterwegs. Als ich dann ins Ziel kam hat mein Teampartner festgestellt, dass ich offiziell aus dem Rennen ausgestiegen und er die heutige Etappe gelaufen sei. Unsere Chips an den Startnummern waren offenbar vertauscht, obwohl der richtige Name drauf stand. Ok, dieser Fehler ist behoben. Ab jetzt findet ihr meine Ergebnisse wieder, wie schon vom letzten Jahr gewohnt, in der Rubrik „Individual Finisher“.

Heute war frühes Austehen angesagt. Der Start war um 7 Uhr. Das Wetter war zunächst noch ganz gut (Gut heißt hier aber nur dass es trocken war). Die Wolken hingen sehr tief und die Berge lagen in den Wolken. Wieder begann die Etappe mit einem recht ebenen Abschnitt. Von St. Johann (659m) ging es über Münchigau (760m) nach Ustenberg (948m). Bis hierhin waren die ersten 21km gelaufen. Von dort begann der Aufstieg zur Karaalm (1321m) bei Kilometer 30. Hier kam sogar fast die Sonne durch. Auf diesem Teilabschnitt kamen wir auch in den Almabtrieb einer Schafherde.
Kurz danach begann der steile Aufstieg über die Herrensteigscharte (2028m) hinauf zur Bergstation der Wildkogelbahn (2086m). Ungefähr bei der Hälfte des Aufstiegs wurde es dann immer dunkler, es begann zu regnen, was dann in einen Graupelschauer überging. Es war Zeit die Regenjacke über zu ziehen. Die Jacke schützte vor der schlimmsten Nässe. Zumindes von oben. Der Weg war mal wieder sehr Schlammig und mit großen Pfützen gepflastert.
Oben an der Wildkogel Berstation ging es dann durch Nebel wieder hinab ins Tal Richtung Neukirchen am Großvenediger (877m). Auch dieser Trail war natürlich schlammig, aber (nach meinem Empfinden) deutlich ungefährlicher als der Abstieg am Vortag.

Heute tun mir die Füße ziemlich weh. Durch die viele Feuchtigkeit waren sie sehr aufgequollen und es hat sich auch wieder eine Blase gebildet. Aber das sollte meinen Plan, die Alpen zu überqueren, nicht zum kippen.

Langsam hat man keine Lust mehr auf den ewigen Regen. Aber es kommt möglicherweise noch schlimmer. Der Veranstalter hat für die kommende Etappe schon Alternativen ausgearbeitet. Es kann sein, dass der Anteil im Hochgebirge aus der Zeitwertung genommen wird, oder dass wir einfach nur einen Rundkurs um Neukirchen laufen und dann mit dem Bus nach Prettau gebracht werden. Das wird aber erst morgen entschieden wenn klar ist ob bzw. wieviel Schnee über Nacht in den Bergen gefallen ist. Es bleibt also spannend…

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Etappe 1: Ruhpolding – St. Johann

48,70 km, Aufstieg 1539 Hm, Abstieg 1543 Hm

Der Start für die heutige Etappe war um 9 Uhr. Bereits im Startfeld standen wir im Regen. Wir hatten zwar auch ein paar trockene Abschnitte, aber die Wege waren zum Teil sehr matschig und nicht gerade ungefährlich, wie sogar ein Schild vom Veranstalter darauf hinwies.

Zunächst ging es mit einem sehr gemächlichen Anstieg von Ruhpolding los. Erst kurz vor dem Staubfall, einem Wasserfall unter man hindurch lief, ging die Strecke in einen Trail über. Von dort aus ging es dann über Österreichisches Gebiet zurück nach Deutschland zur Winkelmoosalm (1152m) und wieder zurück nach Österreich hinnauf zur Straubinger Hütte (1558m).

Von der Straubinger Hütte ging nun der extrem matschige und steile Train hinunter auf 656m, um dann auf der gegenüberliegenden Seite wieder hinauf zur Stuberalm (1072m) zu führen. Bei diesem Aufstieg kamen wir, auf einem Forstweg an eine Gabelung mit zwei Möglichkeiten. Wir nahmen die Dritte ;-). Genau zwischen den Wegen ging wieder ein sehr steiler und matschiger Weg hinauf.

Aber auch der Abstieg in Richtung St. Johann hatte noch einiges an Matsch zu bieten, bevor dann der Endspurt, auf leicht steigender Strecke, über 7 km begann.

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Auftaktveranstaltung in Ruhpolding

Heute habe ich das erste Mal meinen neuen Laufpartner Herwig getroffen. Ich bin schon gespannt wie wir lauftechnisch miteinander zurecht kommen.

Herwig (mein neuer Laufpartner), Florian, Andreas und ich

Herwig (mein neuer Laufpartner), Florian und Andreas (ein Arbeitskolege) und ich

Nachdem schon das Finden eines Ersatzes für meinen verletzten Partner sehr spannend war, war auch die letzte Woche nicht minder spannend. Am Montag hat mir Herwig mitgeteilt, dass er möglicherweise nicht laufen kann, da er sich einen Magen-Darm-Infekt zugezogen hat. Aber es hat ja doch noch geklappt.

Nachdem nun die scheinbar größten Hürden genommen sind, brauchen wir jetzt nur noch die 8 Etappen laufen 😉

Am Vorabend zum Lauf findet wieder die große Nudelparty statt. Bei dem diesjährigen 10. Trans-Alpine Run sind Teilnehmer aus 28 Nationen vertreten. Nach dem Essen finden erstmal einige Ehrungen statt. Tatsächlich gibt es drei Läufer, die bei allen bisherigen 10 Läufen mit dabei waren.

Neben den Ehrungen gibt es auch noch eine Aufführung von einer Folkloregruppe und das Briefing für den nächsten Tag.

Die erste Etappe wird lauftechnisch wahrscheinlich nicht so anspruchsvoll sein, mit ihren fast 50 km sollte sie aber nicht unterschätzt werden.

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Transalpine Run 2014 im Vorfeld

Die Herausforderung…

Der diesjährige Transalpine Run führt über die Ostroute von Ruhpolding nach Sexten. Mit insgesamt 292 km und 13.733 Hm im Anstieg ist diese Route ca. 30 km länger als die Westroute, dafür sind aber weniger Höhenmeter zu überwinden.

Die einzelnen Etappen sind:

Datum Etappe Strecke Anstieg Abstieg
30.08. Ruhpolding (D) – St. Johann(A) 48,7 km 1539 Hm 1543 Hm
31.08. St. Johann (A) – Neukirchen (A) 49,2 km 1819 Hm 1601 Hm
01.09. Neukirchen (A) – Prettau (I) 43,3 km 1997 Hm 1420 Hm
02.09. Prettaul (I) – Sand in Taufers (I) 31,5 km 1796 Hm 2383 Hm
03.09. Sand in Taufers (I) – Bergsprint Speikboden 6,44 km 1074 Hm 0 Hm
04.09. Sand in Taufers (I) – St. Vigil (I) 38,5 km 2289 Hm 1966 Hm
05.09. St. Vigil (I) – Niederdorf (I) 41,8 km 1950 Hm 2000 Hm
06.09. Niederdorf (I) – Sexten (I) 33,4 km 1269 Hm 1104 Hm

Nähere Infos zum Lauf findet ihr unter http://www.transalpine-run.com. Die Tagesergebnisse werden unter http://www.transalpine-run.com/rennen/ergebnisse.aspx gelistet. Ihr werdet mich in der Liste „Master Men“ unter Team „Lauf-Bar“ (Startnummer 15) finden.

Der zündende Funke…

Das Jahr 2013 neigte sich seinem Ende entgegen, als mich meine Frau fragte, ob ich mich nicht zum Transalpine Run 2014 anmelden wolle (man wird ja schließlich auch nicht jünger). Bis dahin hatte ich das noch nicht wirklich ins Auge gefasst. Aber der Anreiz war natürlich groß, da es sich diesmal um die Ostroute geht (die Westroute bin ich ja schon 2013 gelaufen).

Aber wo findet man jetzt einen Verrückten, der mitläuft?

Die Teamfindung…

Dank der Teampartner-Börse, auf der Web-Site des Veranstalters, ging das  recht schnell. Erstmal die Einträge der potentiellen Partner checken: Wie sieht es mit der bisherigen Lauferfahrung aus? In welcher Leistungsklasse ist er unterwegs? Welche Ambitionen hat er?

Eine erste Auswahl ist getroffen. Dann noch ein Anruf, mal horchen wie er so drauf ist und ausgiebig über bisherige Lauferlebnisse quatschen. Noch ein paar Tage Bedenkzeit und die Auswahl war getroffen.

Noch im Januar haben Steven und ich uns zum Lauf angemeldet… 🙂

Steven und ich beim Westerwaldlauf

Steven und ich beim Westerwaldlauf

Läufe während der Vorbereitung

Mit der Anmeldung begann die Zeit des Trainings. Die Anzahl der Läufe wurde auf 5 hochgeschraubt. Dreimal die Woche in den Hildesheimer Bergen (ca. 15 – 20km), einem leichteren Lauf mit meinem Lauftreff und einem langen Lauf (bis 30km). Die lange Distanz wurde möglichst im Harz gelaufen und dabei auch der Brocken mit einbezogen.

Ergänzt wurde das Ganze mit 4 „Wettkämpfen“ als lange Trainingseinheiten. Dies waren:

  • Harzquerung (26. April, 51km)
  • Rennsteiglauf (17. Mai, 72,7km)
  • Westerwaldlauf (29. Mai, Himmelfahrt, 50km)
  • Ottonenlauf (2. August, 45km)

Himmelfahrt war übrigens auch der erste Lauf mit meinem Laufpartner. Der Lauf mit Steven hat unheimlich Spaß gemacht.

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Und dann die große Katastrophe…

Alles war vorbereitet. Beide freuen wir uns auf das große Ereignis, die Team-T-Shirts sind gedruckt und dann wenige Wochen vor dem Start…

Steven hat sich verletzt! Er wird nicht starten können. Ohne Teampartner kann dann aber auch der andere nicht mehr starten. Was nun?

Am Ende wird (fast) alles Gut…

Ein neuer Blick in die Teampartner-Börse und nochmals einen eigenen Eintrag. Für einen komplett neuen Laufpartner ist es mittlerweile zu spät. Es müsse schon jemand sein, dem es genauso geht wie mir. Die Chancen stehen schlecht.

Doch dann der rettende Anruf. Kurz vor Tore-Schluß hat  sich ein neuer Partner gefunden :-)). Ich werde jetzt mit Herwig als Team Lauf-Bar (Startnummer 15) starten.

Wenn ich jetzt auch offiziell als Team Lauf-Bar geführt werde: Ich werde unserem Team-Namen treu bleiben. Steven, ich vermisse meinen zweiten Lowlander…

So und jetzt freue ich mich auf den bevorstehenden Lauf und hoffe, dass jetzt nichts mehr schief geht…

Der Transalpine-Run 2013…

Acht Tage extremster körperlicher Anstrengung liegen hinter mir. Ich bin glücklich, dass ich das Ziel unverletzt erreicht habe. Es waren sehr schöne Tage und ich habe tolle Landschaften gesehen. Diese 8 Tage werden sicherlich unvergesslich bleiben. An Aufgeben habe ich dabei nie gedacht. Nur einmal habe ich im Scherz „Welcher Volltrottel hat mich hier eigentlich angemeldet?“ gesagt 😉

Die Strecke war wirklich nicht einfach und es ist sicherlich kein Spaßlauf. Jederzeit ist man dem Risiko schwerere Verletzungen ausgesetzt. Beim Laufen ist größte Konzentration gefragt. Auch darf man keine Höhenangst haben, da streckenweise die Absturzgefahr hinzu kommt. Man sollte also schon wissen worauf man sich einlässt. Ich habe das möglicherweise etwas unterschätzt, bin mit den Herausforderungen allerdings recht gut klar gekommen.

Auf der Strecke hat man immer wieder die gleichen Leute gesehen. Jeder hatte seine persönlichen Stärken und Schwächen. Ich konnte auf ebenen bis hügligen Strecken meinen Vorsprung ausbauen. Besonders schwer sind mir die Abstiege über Geröllfelder gefallen. Hier bin ich immer sehr vorsichtig gewesen. Mit der Zeit hat man aber ein immer besseres Gefühl für den ungewohnten Untergrund bekommen und die schwierigen Passagen konnten etwas schneller gelaufen werden. Man muss sich schon wundern mit welchem rasenden Tempo die Läufer teilweise die Abstiege nehmen. Trotzdem sieht man sie aber irgendwann wieder.
Aber auch die steilen Anstiege haben mir sehr zu schaffen gemacht. Meine relativ großen Schritte kompensierten aber noch ganz gut meine geringe Schrittfrequenz.

Von den 366 Teams (732 Teilnehmer) sind über das Rennen 51 Teams ausgestiegen. 50 Teilnehmer sind noch als Individual Finischer ins Ziel gekommen. Der Ausfall lag also bei insgesamt 52 Teilnehmern.

Bei den „Individual Finisher“ habe ich, für einen Flachländler, einen guten mittleren Platz gemacht (Platz 24 von 50), worauf ich recht stolz bin.

Meine Ergebnisse im Einzelnen
Gesamtzeit: 47:04.14,2 (261,3 km / 15.879 Hm im Aufstieg)
Etappe 1:       5:35.59,3 (34,6 km)
Etappe 2:       5:43.16,6 (24,7 km)
Etappe 3:       7:50.30,3 (38,4 km)
Etappe 4:       6:25.10,4 (37,1 km)
Etappe 5:       1:13.46,2 (6,3 km)
Etappe 6:       5:36.14,0 (37,8 km)
Etappe 7:       7:20.37,7 (42,6 km)
Etappe 8:       7:18.39,7 (39,8 km)

Auf die Kilometerzeiten sollte man dabei lieber nicht sehen… Mein Ziel war immer nur alle Etappen zu schaffen.

Gestern war dann noch die große Abschlussveranstaltung mit den Ehrungen der Tages- und der Wochensieger. Darauf folgte die Übergabe der Finisher T-Shirts. Diese T-Shirt bekommen wirklich nur die Teilnehmer, die alle 8 Etappen gelaufen sind. Die restlichen T-Shirts werden vernichtet. Das T-Shirt finde ich von der Gestaltung allerdings sehr enttäuschend.
Besonders toll sind auch immer die Bilder und das Video des Tages, wo noch einmal alle Impressionen der Strecke zusammen gefasst werden. Diesmal gab es natürlich auch noch die Bilder und das Video der Woche.
Für den Abschluss hat noch ein DJ Musik aufgelegt und es konnte noch gefeiert werden.

Die Medaille

Die Medaille

Siegerehrung

Siegerehrung

Die glücklichen Finisher

Die glücklichen Finisher

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So, nun komme ich zum Ende meiner Berichterstattung. Ich danke allen, die meinen Blog interessiert verfolgt haben und denen, die mir aufmunternde Kommentare und E-mails geschickt haben. Nun verabschiede ich mich von euch in meinen Rest-Urlaub. Und wer wissen will wie der war, der muss mich dann später schon persönlich fragen.

Vielen Dank
Frank

Etappe 8, Sulden / Latsch

39,8 km, Anstieg 1.897 Hm, Abstieg 3.106 Hm, Zeit 7:18:39

Endlich geschafft! Nach der anstrengenden gestrigen Etappe hatte ich das erste Mal wirklich Probleme. Der Rücken tut weh, sodass ich mich kaum noch bücken kann, und die Oberschenkel haben wieder einen ordentlichen Muskelkater. Gestern habe ich mich daher erstmal mit Finalgon behandelt. Aber was soll’s? Schließlich galt es nun noch die letzte Etappe zu bestehen.

Die Etappe ging von Sulden (1.847 m) über die Schaubachhütte hinauf zum Madritschjoch (3.119 m). Damit habe ich heute meinen ersten Dreitausender bestiegen. Der Anstieg war allerdings weniger spektakulär als der zur Tabarettascharte am Vortag. Von dort aus ging es dann einen relativ steilen Pfad hinunter zur Enzianhütte (2.051 m), wo nach 11 Kilometern der erste Verpflegungspunkt des Tages war. Weiter ging es dann, zum Teil über Forstwege aber hauptsächlich über Single-Trails, hinunter bis Latsch. Der Weg hatte aber noch einige steile Auf- und Abstiege sowie auch Geröllfelder zu bieten, sodass auch hier noch sehr konzentriertes Laufen gefordert war. Der letzte Abschnitt führte vorbei an zwei Burgruinen hinunter durch riesige Apfelplantagen hinein nach Latsch (638 m).

Es war ein tolles Gefühl endlich in das Ziel in Latsch einzulaufen. In diesem Moment sind alle Schmerzen vergessen  und man rennt nur noch.

Rena hat mich ganz stolz empfangen und ist glücklich, dass ich ganz ohne Verletzungen das Ziel erreicht habe.

Auch Hanni ist ganz stolz, dass er das ganze Rennen dabei sein konnte 😉

Natürlich auch heute wieder einige Bilder von der Strecke:

Aufstieg zum Madritschjoch

Aufstieg zum Madritschjoch

Sonnenaufgang in den Bergen

Sonnenaufgang in den Bergen

Mein erster Dreitausender (oben auf dem Madritschjoch)

Mein erster Dreitausender  (oben auf dem Madritschjoch)

Hinunter ins Tal Richtung Latsch. Noch liegen über 30 km vor uns

Hinunter ins Tal Richtung Latsch. Noch liegen über 30 km vor uns

Ab jetzt wird es grüner

Ab jetzt wird es grüner

Eine Burgruine, ca. 3 km vor Latsch

Eine Burgruine, ca. 3 km vor Latsch

Der Zieleinlauf der letzten Etappe

Der Zieleinlauf der letzten Etappe

Das Bier danach. Ja, mit Alkohol!

Das Bier danach. Ja, mit Alkohol!

Nun geht es erstmal zur Siegerehrung und Abschlussparty, wo dann auch die Finisher T-Shirts übergeben werden.

Ich werde morgen noch einen Abschlussbericht schreiben.

Etappe 7, St. Valentin / Sulden

42,6 km, Anstieg 2.381 Hm, Abstieg 1.934 Hm, Zeit 7:20:37

Heute war es wieder eine sehr schwere Etappe. Angefangen hat alles ganz einfach in welligem Gelände zwischen St. Valentin und St. Georg. Dort konnte ich noch einen lockeren 5:30 min/km Schnitt laufen. Nach etwa 20 km wurde es dann bereits etwas bergiger. Von St. Georg ging es über Stilfs nach Gomagoi (Streckenkilometer 29, Höhe 1.2.74 m). Ab dort wurde es dann richtig heftig.  Auf den nächsten 7 Kilometern musste eine Höhendifferenz von 1.600 m hinauf zur Tabarettascharte (2.880 m) bewältigt werden. Von Gomagoi ging es zunächst auf einem Single-Trail durch den Wald. Dieser ging dann irgendwann in ein hochalpines Geröllfeld über, welches sich dann bis hinauf zur Tabarettascharte kaum mehr änderte.

Während ich für die 29 km bis Gomagoi 3,5 Stunden brauchte benötigte ich für die 7 km bis hinauf auf die Tabarettascharte weitere 2,5 Stunden.

Oben angekommen ging es dann auf der anderen Seite einen ebenfalls sehr steinigen Weg wieder hinunter bis Sulden.

Leider war es heute etwas bedeckt, sodass man keine tolle Aussicht hatte.

Hier wieder ein paar Bilder:

Hier war noch alles easy.

Hier ist  noch alles easy

In einem kleinen Bergdorf

In einem kleinen Bergdorf

Letzter offizieller Verpflegungspunkt vor dem Aufstieg zur Tabarettascharte

Letzter offizieller Verpflegungspunkt vor dem Aufstieg zur Tabarettascharte

Kurz vor dem Aufstieg

Kurz vor dem Aufstieg

Aufstieg durch den Wald

Aufstieg durch den Wald

Hier wurden wir noch einmal mit frischem Quellwasser versorgt

Hier wurden wir noch einmal mit frischem Quellwasser versorgt

noch ca. 400 Hm bis zur Tabarettascharte

noch ca. 400 Hm bis zur Tabarettascharte

Auf der Tabarettascharte

Auf der Tabarettascharte

Zieleinlauf in Sulden

Zieleinlauf in Sulden

Nun gilt es nur noch eine Etappe zu bewältigen. Ich hoffe, dass auch da noch alles gut geht und ich morgen mein Finisher T-Shirt bekomme. Sicher ist noch gar nichts. Immernoch steigen quasi täglich einzelne Läufer aus. Worauf ich mich noch freue: Endlich mal ein Weizenbier mit Alkohol!!!

Etappe 6, Scuol / St. Valentin

37,8 km, Anstieg 1.633 Hm, Abstieg 1.369 Hm, Zeit 5:36:14

Heute war es eine landschaftlich sehr schöne Strecke, die von Scuol (1.195 m) durch die Uina Schlucht hinauf über den Schlingpass (2.315 m) zur Plantapatsch Hütte führte. Von dort ging es über den Schafberg (2.412 m) und die Oberdörfer Alm hinunter nach St. Valentin (1.459 m).

In der Uina Schlucht gibt es eine Passage, in der der Weg direkt in den steilen Felsen geschlagen ist.

Die Strecke war lauftechnisch diesmal nicht so anspruchsvoll. Es konnte wesentlich mehr gelaufen (oder „gesprungen“, wie die Schweizer es nennen) werden. Der gestrige „Erholungstag“ hat sicherlich seinen Teil dazu beigetragen.

Körperlich geht es mir dabei insgesamt sehr gut, lediglich meine Blase am großen Zeh macht mir ein wenig Probleme. Der Muskelkater hat nachgelassen und ich habe zum Glück keinerlei Beschwerden mit irgendwelchen überreizten Bändern oder den Knien. Ich hoffe, es bleibt jetzt auch so.

Der Start war heute wieder um 8 Uhr und wurde wie immer mit dem Lied „Highway to hell“ eingeleitet.

Hier noch paar Bilder von der Strecke:

Start

Start in Scuol

In der Uina Schlucht

In der Uina Schlucht

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Verpflegung an der Plantapatsch Hütte

Verpflegung an der Plantapatsch Hütte

Fans an der Strecke

Fans an der Strecke

 

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Abstieg nach St. Valentin

Abstieg nach St. Valentin

Zieleinlauf in St. Valentin

Zieleinlauf in St. Valentin

Nur noch 2 Etappen!!! 🙂

 

 

 

Etappe 5, Bergsprint in Scuol

6,3 km, Anstieg 947 Hm, Abstieg 11 Hm, Zeit 1:13:00

Heute gibt es von dem Lauf nicht viel zu berichten. Der Anstieg zum Motta Naluns (2.130 m) war kurz und knackig. Gestartet wurde erst um 10 Uhr, sodass wir mal etwas länger schlafen konnten.

Bei Kilometer 1, noch in Scuol

Bei Kilometer 1, noch in Scuol

Beim Zieleinlauf auf dem Berg

Beim Zieleinlauf auf dem Berg

Meine Ausrüstung:

Hier zeige ich euch mal was ein Alpenüberquerer so alles bei sich haben muss.

Ausrüstung eines Alpenüberquerers

Ausrüstung eines Alpenüberquerers

  • Laufrucksack mit Trinkbeutel (2 Liter)
  • Ein Paar Walkingstöcke
  • Verbandszeug mit Rettungsdecke
  • Fotoapparat
  • Handy
  • Regenjacke
  • Handschuhe
  • Trailbook mit Sicherheitshinweisen zum Rennen
  • Kartenmaterial
  • Ein Stirnband als Kopfbedeckung
  • Ein Paar Armlinge
  • GPS-Uhr mit Pulsgurt
  • Trinkflasche für Energy-Gel
  • Teilnehmerausweis
  • Startnummer
  • Trailschuhe
  • Lange Hose wenn es kälter wird (nicht auf dem Bild)
  • und natürlich einen Elefanten (Hanni)

Der Tagesablauf

Circa zwei Stunden vor Start wird aufgestanden. Nun noch kurz den Rucksack überprüfen, in die Laufkleidung springen und ab zum Frühstück. Danach geht es zum Start. Dort muss man sich jeden Morgen ab 45 Minuten vor dem Start registrieren. Da ich als Einzelläufer unterwegs bin, muss ich mir immer vorher einen Partner suchen. Im Moment registriere ich mich immer gemeinsam mit einem Schweizer Läufer, dessen Partner auch ausgestiegen ist. Allerdings laufen wir dann doch nicht zusammen, da er wesentlich schneller unterwegs ist. Das müssen wir aber auch nicht, da es hier nur um die gemeinsame Registrierung geht (warum auch immer?).

Nun folgt der Lauf, der immer mit einem Startschuss beginnt. Das Startfeld ist in 3 Blöcke eingeteilt, damit es sich auf der Strecke nicht so staut. Als Einzelläufer startet man alledings immer im langsamsten Block C. Unterwegs gibt es immer zwei bis drei Verpflegungsstellen, die bis zu 15 km auseinander liegen können. Eine Eigenversorgung mit Wasser und Energy-Gel ist somit notwendig. Beides kann an den Verpflegungsstellen wieder aufgefüllt werden.

Nach dem Lauf ist erstmal die Zielverpflegung und ein schönes kaltes, alkoholfreies Weizen angesagt. Geduscht wird in der jeweiligen Unterkunft.

Ab 17:30 Uhr findet dann immer die gemeinsame Pasta-Party in einer großen Sporthalle oder anderen Saal statt. In Samnaun sind wir zur Pasta-Party mit der Seilbahn auf den Berg gefahren. Dort ist übrigens auch mein neues Titelbild entstanden.

Ab 19 Uhr geht es dann mit der Siegerehrung der einzelnen Wertungen weiter. Es folgt dann ein Briefing, bei dem die zu erwartenden Wetterverhältnisse und das Gelände für die nächste Etappe vorgestellt wird. Es wird auch besonders schwierige Stellen hingewiesen. Der Abend wird immer mit den Bildern und dem Video des Tages abgeschlossen. Ende des Abends ist gegen 21 Uhr. Ihr seht also, es ist für ein tagesfüllendes Programm gesorgt.

Nun ab ins Bett und Kräfte für die nächste Etappe schöpfen…

Etappe 4, Samnaun / Scuol

36,5 km, Anstieg 2.049 Hm, Abstieg 2.683 Hm, Zeit 6:25.10

Heute war ein sehr sonniger Tag. Die Strecke ging von Samnaun (Schweiz) über Österreich nach Scuol (wieder Schweiz). Die höchsten Berge auf der Strecke waren der Fuorcia Val Gronda (2.752 m) und der Fuorcia Champatch (2.730 m). Durch den wunderschönen Sonnenschein wurde es diesmal allerdings auch sehr anstrengend, obwohl die Strecke diesmal lauftechnisch weniger anspruchsvoll war.

Die letzten Tage stecken mir schon ganz schön in den Knochen. Probleme machen mir in erster Linie die allgemeine Müdigkeit, der Muskelkater und die Blase am großen Zeh. Da morgen nur eine sehr kurze Etappe ansteht, hoffe ich auf ein wenig Erhohlung. Allerdings ist auch diese nur 6 km lange Etappe, aufgrund der über 900 Hm im Anstieg, mit 1:08 für die schnellsten und 2:51 Stunden für die langsamsten Läufer gerechnet. Damit ist das auch nicht unbedingt ein Spaßlauf.

Hier noch ein paar Bilder:

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Kurz nach dem Start

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Etappe 3, St. Anton / Samnaun

38,4 km, Anstieg 2.975 Hm, Abstieg 2.431 Hm, Zeit 7:51:30

Nach einer regnerischen und rutschigen 2. Etappe stand heute die Königsetappe an. Sie bestand aus 2 etwa gleich großen Anstiegen. Beim gestrigen Etappen-Briefing wurde es mir schon etwas mulmig. Hier wurde noch einmal ausdrücklich darauf hingewiesen, dass wir eine sehr schwere hochalpine Etappe vor uns haben und nur sehr erfahrene und trittsichere Bergläufer sollten daran teilnehmen, da es durch sehr schwieriges und absturzgefährdetes Gebiet geht. Ok, ich habe ja schon Erfahrungen mit dem Brocken gesammelt ;-). Also bin ich natürlich gestartet.

Mit einem leichten Muskelkater vom Vortag bin ich dann um 7 Uhr gestartet. Der Muskelkater ist übrigens heute nicht besser geworden und ich fühle mich schon recht müde. Und damit der Muskelkater nicht so alleine ist, hat sich noch eine Blase dazu gesellt. Immerhin bin ich fast 8 Stunden gelaufen. Naja, aufgrund der starken Anstiege bin ich eigentlich mehr gewandert.

Ein Schweizer Teilnehmer hat sich übrigens von der Warnung abschrecken lassen und ist ausgestiegen. Den und einen anderen veletzten Teilnehmer hat Rena noch zurück nach Oberstdorf gefahren und hat es dann nur noch geschafft rechtzeitig zum Zielfoto da zu sein.

Die Strecke ging von St. Anton über die Doppelseescharte (das gefährliche Gebiet) runter nach Ischgl und gleich wieder hoch zum Viderjoch. Von da aus ging es dann runter nach Samnaun.

Die Strecke war wirklich recht anspruchsvoll und sicherlich nicht ganz ungefährlich. Höhenangst bekommt man dabei aber eher wenig, da man sowieso immer direkt vor sich auf den Boden schauen muss. Dafür wurden wir aber auch mit einem tollen Alpenpanorama belohnt. Ein einmaliges Erlebnis.

Impressionen von der Strecke:

auf der Strecke

An der Strecke

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Am höchsten Punkt

Am höchsten Punkt

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Der läuferische Tunnelblick nach 20 km durch die Berge

Nach 20 Kilometern hat sich bei mir schon der Tunnelblick eingestellt 😉

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am letzten Verpflegungspunkt

Am letzten Verpflegungspunkt

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Das dritte Zielfoto als Beweis…

Etappe 2, Lech / St. Anton

24,7 km, Anstieg 1.899 Hm, Abstieg 2.040 Hm, Zeit 5:48:27

Die Strecke scheint zwar ziemlich kurz zu sein, hat es aber nicht minder in sich. Diesmal ging es wieder über harte Anstiege, zum Teil mit Seilsicherung, durch Hochalpines Gelände. Der höchste Punkt war das Valvagerjoch mit 2.543 m. Nach einem kurzen steilen Abstieg ging es dann in einem flacheren Abstieg bis St. Anton, auf dem wir die meiste Zeit laufen konnten.

Leider muste mein Team-Partner bereits beim 1. Verpflegungspunkt aussteigen, sodass ich die restlichen Etappen allein, als „Individual Finisher“ bestreiten muss 😦

Mal sehen, ob das mein neues Motto wird...

Mal sehen, ob das mein neues Lauf-Motto wird…

Auf der Strecke

 

Zieleinlauf 2. Etappe

Zieleinlauf 2. Etappe